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Bei einer Fructosemalabsorption wird wenig oder gar kein Fruchtzucker vertragen. Dies ist auf fehlende oder nicht ausreichend funktionierende Transporter in der Darmwand zurückzuführen. Aber wie entsteht eine Fructoseintoleranz? Dazu gibt es bislang wenig Erkenntnisse. Trotzdem gibt es Hinweise auf mögliche Auslöser. Diese stellen wir im folgenden vor.

Dieser Artikel bezieht sich auf die intestinale Fructoseintoleranz. Die hereditäre Fructoseintoleranz ist genetisch bedingt und kann nicht durch äußere Stressoren ausgelöst werden. 

 

1. Dünndarmfehlbesiedelung

Zwischen der Dünndarmfehlbesiedlung, kurz auch DDFB, und Fructosemalabsorption gibt es höchstwahrscheinlich einen Zusammenhang. Bei einer DDFB besiedeln massenweise Bakterien den sonst eher wenig besiedelten Dünndarm. Darunter auch Bakterienarten, die gar nicht dort hingehören. Im Dünndarm verstoffwechseln sie Zuckermoleküle wie etwa Fructose. Dabei entstehen Gase, die nur in geringen Mengen durch die Darmwand aufgenommen werden können. Im Gegensatz zum Dickdarm, können Gase im Dünndarm auch nicht entweichen. Es entsteht ein unangenehmes Druckgefühl und Schmerzen. 

Eine Behandlung der DDFB sorgt in vielen Fällen auchfür eine Verbesserung der Fructoseintoleranz. Genaueres über den Zusammenhang zwischen DDFB und Fructosemalabsorption finden Sie außerdem in unserem Artikel: Dünndarmfehlbesiedelung und Fructoseintoleranz.

 

2. Antibiotikaeinnahme

Bei einer Antibiotikaeinnahme werden nicht nur schädliche Bakterien abgetötet. Auch wichtige Bakterien im Darm sterben ab. Oft vermehren sich dann unerwünschte Keime. Dieses Ungleichgewicht kann vermutlich eine Fructosemalabsorption begünstigen. Mit einem gezielten Aufbau der Darmflora durch eine vielseitige und ballaststoffreiche Ernährung, sowie der Einnahme von Probiotika, kann häufig bereits eine Besserung erzielt werden. Ersteres ist nicht selten eine Herausforderung, wenn man unter einer Fructoseintoleranz leidet. 

 

3. Stark fructosehaltige Ernährung

Auch eine Ernährung, die stark fructosehaltig ist kann vermutlich zu einer Furctosemalabsorption führen. In den letzten Jahren ist die Menge an Fructose in unserer Nahrung stark angestiegen, denn besonders Fertignahrung und Softdrinks enthalten oft große Mengen an Fruchtzucker. Ein extremer Konsum von Fructose gilt als ungesund und kann außerdem vermutlich die Entstehung einer Fructosemalabsorption begünstigen.

 

4. Magen-Darm Infekt

Ein schwerer Magen-Darm Infekt kann ähnlich wie eine Antibiotikakur das Mikrobiom im Darm verändern. So kann es etwa zu einer verstärkten Vermehrung von unerwünschten Keimen kommen. Diese verdrängen dann wiederum nützliche Bakterien. Ein verändertes Mikrobiom im Darm kann Beschwerden wie eine verringerte Fructosetoleranz auslösen. Auch in diesem Fall kann ein Aufbau mit Probiotika helfen.

 

Zusätzliche Faktoren, die ebenfalls eine Auswirkung auf die Bildung einer Fructosemalabsorption haben können, sind etwa Stress, bereits bestehende Darmkrankheiten, eine ungünstige Ernährung und verschiedene Medikamente. Auch ein Zusammenhang mit Hormonen wird vermutet. 

 

Der Darm kann von sehr vielen äußeren und inneren Faktoren beeinflusst werden. Vielen Menschen mit Fructosemalabsorption stellen etwa in entspannten Zeiten wie etwa dem Urlaub fest, dass ihre Toleranz deutlich erhöht ist. Letztendlich wird die Entstehung einer Fructoseintoleranz in den meisten Fällen auch ein Zusammenspiel verschiedenster Faktoren sein. 

 

Tipp: Lesen Sie hier, ob eine Fructoseintoleranz heilbar ist.

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